| Eine wahre Geschichte |
| Montag, den 01. August 2011 um 11:53 Uhr | |
|
Jetzt wo noch keine sportlichen TT Aktivitäten stattfinden, eine Episode, die sich wirklich so zugetragen hat. Der Männerchor Ettenhausen führt seit über dreissig Jahren alle zwei Jahre sein Rebbergfest durch. Bei der ersten Aufführung 1977 wurden auch wir vom TTC E eingeladen, aktiv am Festprogramm mitzumachen.
Im Jahre 1996 fand das 10.Ettenhauser Rebbergfest statt. Dabei gab der Männerchor ein etwas grösseres Programmheft heraus, als in früheren Jahren. Unter anderem standen in diesem Heft auch einige Episoden aus früheren Jahren. Ungekürzt und ohne weitere Zusätze gebe ich den Wortlaut einer Episode weiter, in welchem der TTC E auch vorkommt: "Zwar nur jedes zweite Jahr ein Rebbergfest - doch jedesmal die gleiche fieberhafte Unruhe in den Reihen der Verantwortlichen: ist alles gut organisiert? Wie wird das Programm beim Publikum ankommen? Die berühmten Zweifel, die bis zur letzten Minute auftauchen. Dass aber nicht alles nach Plan und Glauben verläuft zeigt fogende Episode: Zum ersten Rebbergfest wurden sämtliche Dorfvereine eingeladen, am Unterhaltungsabend mitzuwirken. Die Bürgermusik und der Turnverein hatten keine Probleme unser Programm mit eigenen Produktionen zu bereichern. Schon schwieriger war dies bei den Schützen. Der gute Schiller musste her, man einigte sich auf eine Parodie von Tells Apfelschuss. Womit aber sollten die sieggewohnten Tischtennisspieler brillieren? Unser Vorschlag lautete, eine Demonstration ihres Könnens, verbunden mit einem aufbauenden Kommentar, würde vielleicht beim Publikum auf Interesse stossen. Der damalige Präsident schaute ein wenig besorgt aus der Wäsche, meinte aber, seine Stars von diesem Vorhaben überzeugen zu können. In gutem Glauben, dass alles in bester Ordnung sei, überraschten uns die Spieler an der Hauptprobe mit einer totalen Verweigerung. Sie fanden diese Nummer einfach lächerlich und nicht bühnenreif. Es brauchte die ganze Ueberredungskunst beider Präsidenten um diese Leute umzustimmen. Der Festabend plätscherte ohne grosse Höhepunkte dahin, bis zum Auftritt der Ballkünstler, der die Zuschauer buchstäblich von den Sitzen riss. die Regie entscheidet, das Publikum aber bewertet! Später wurde diese Attraktion noch ausgebaut und mit Erfolg aufgeführt." Robert Schwager (damals Präsident des Männerchors) Bei den Ballkünstlern handelte es sich um Louis Zehnder und Harry Roost. Louis war damals wahrscheinlich der beste Verteidigungsspieler im Thurgau und Harry (voll auf Angriff) war damals mehrfacher Thurgauer Juniorenmeister (später war Harry ein sehr guter NL A Volleyballer), beim damaligen TTC Präsident handelte es sich um jemanden, der nicht nur damals, sondern auch heute noch "komisch aus der Wäsche guckt". |